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02.10.2019

Humoralmedizinische Grundlagen beim Tier
VHM1 2009

Humoralmedizin zu studieren heisst, Lebensgesetze und Phänomene verstehen zu lernen. Die Humoralmedizin ist das diagnostische und therapeutische Grundkonzept der traditionellen europäischen Naturheilkunde. Verschiebungen in der Qualität und der Zusammensetzung der Humores (Körpersäfte) werden als Ursache des Krankheitsgeschehens angesehen. In der Humoralmedizin wird von der Prämisse ausgegangen, dass die Fähigkeit zur Heilung mit der Dynamik des Lebens identisch ist. Abgestützt wird dies durch Beobachtung, Beschreibung und Erfahrung an Menschen und Tieren. Ebenso durch Erkenntnisgewinn mittels Naturbeobachtungen. Der Körper muss fortlaufend die inneren Überlebensbedürfnisse (Organfunktionen) den äusseren Anforderungen (z.B. Klima, Nahrung, Sozialisation) anpassen. Überfordert ihn das, wird das Tier krank. Die Symptome sind Ausdruck dieses mangelhaften Anpassungsprozesses.


Kurs Inhalt

- Geschichte, Modell und Konzept der Humoralmedizin/Humoralpathologie
- Merkmale, Prinzipien und Elementenlehre der Humoralpathologie
- Konstitutionstypologische Charakteren aus der "Säftelehre"
- Säftebeeinflussende Faktoren und deren Auswirkungen
- Übersicht und Ansätze zur Regulierung der Säfte


Kurs Zeiten
Lernzeit:
25 Stunden
Präsenz Zeit:
35 Stunden
Total:
60 Stunden



Voraussetzung

Veterinärmedizinische Kenntnisse


Ziel

Sie
kennen
- die Geschichte der Humoralmedizin/Humoralpathologie erlangen
- einen Überblick über das Modell und Gesamtkonzept der Humoralpathologie/Humoralmedizin

können die verschiedensten Verfahrensgruppen innerhalb dieses Konzeptes zuordnen und begründen (säftebewegende, -ausleitende und -verändernde Möglichkeiten)

kennen
- säftebeeinflussende Faktoren und deren Auswirkungen
- die Merkmale, Prinzipien, Eigenschaften und Qualitäten der Elementenlehre und ordnen diese den konstitutionstypologischen Charakteren zu


Kompetenz

Sie sind fähig, die Parameter der Humorallehre in vergleichenden
Gegenüberstellungen anzuwenden. Sie kennen das Grundkonzept der
Humoralmedizin. Sie können grundsätzlich die vier Charaktere von
einander unterscheiden.

Humoralmedizinische Grundlagen beim Tier
VHM1 2009