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Infoabend
08.05.2019

Tibetische Medizin: Pharmakologie
TIPK 1904

Tibetische Heiler und Ärzte befassen sich seit über tausend Jahren intensive mit der Heilwirkung von Pflanzen und Mineralien.
Bereits bevor die Tantras (Tibetischen Medizintexte) im 7. Jahrhundert nach Tibet kamen, haben Heiler und Ärzte aus der Bön-Tradition sich mit der Wirkung von Heilpflanzen befasst.
Auf Grund der hohen Lage Tibets weisen die Pflanzen einen staken Geschmack, eine hohe Potenz und somit eine besonders hohe Heilkraft auf.

Die Grundlage in der Pharmakologie bildet das Wissen um die 5 Elemente. Über Geschmack und Potenz der Pflanzen, werden ihnen die vorherrschenden Elemente zugeteilt. Bezweckt wird dadurch das Gleichgewicht der Elemente und somit Energien im Körper wieder her zu stellen.

Tibetische Rezepturen sind Vielstoffgemische aus Pflanzen, Mineralien, Edelsteinen, Tierischen Bestandteilen und Hölzern. Durch das Vielstoffgemisch kann die Wirkungsweise der Arznei optimiert und ausbalanciert werden. Dadurch sind Tibetische Arzneien in der Regel sehr gut verträglich und sanft in ihrer Wirkung.


Kurs Inhalt

- Einteilung der Pflanzen gemäss ihrer Heilwirkung, ihres Geschmacks und ihrer Potenz
- Die 8 Potenzen: schwer, ölig, kalt, stumpf, leicht, rau, heiss und scharf und ihre Wirkung
- Die 6 Geschmacksrichtungen: salzig, süss, sauer, bitter, scharf und adstringierend und ihre Einteilung zu den Elementen.
- Veränderung des Geschmacks nach der Verdauung.
- Typische Bestandteile einer Tibetischen Rezeptur: verschiedene Pflanzen, Kräuter und Gewürze, sowie Edelsteine und Mineralien.
- Herstellung und Zusammenstellungsprinzipien einer Ti-betischen Rezeptur.
- Beispiele typischer Lung-, Tripa-, Bedken-Rezepturen


Kurs Zeiten
Lernzeit:
48 Stunden
Präsenz Zeit:
42 Stunden
Total:
90 Stunden



Voraussetzung

TIWT, TIMP, TIPA erfolgreich abgeschlossen


Ziel

Sie
­ verstehen das Konzept der Tibetischen Pharmakologie.
­ kennen die theoretische Wirkung der verschiedenen Potenzen und Geschmäcker auf die Körperenergien.
­ kennen typische Pflanzen einer Tibetischen Rezeptur und deren Wirkungsweise
­ können einfache Tibetische Rezepturen für Lung-, Tripa-, Bedkenstörungen erstellen.
- kennen die Anwendungsbereiche diverser Padma Rezepte.


Kompetenz

Sie kennen die 6 verschiedenen Geschmacksrichtungen und 8 Potenzen und deren Wirkung auf die Körperenergien und können dieses Wissen in die erlernten Konzepte integrieren. Sie kennen typische Bestandteile einer Tibetischen Rezeptur.

Tibetische Medizin: Pharmakologie
TIPK 1904